Naturstein Kamerun: somarc.net

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  • http://www.somarc.net/data/produits.htm “La Société SOMARC est une entreprise marbrière spécialisée dans la fourniture, la pose, le façonnage et le traitement des revêtements durs, plus particulièrement les marbres et les granits.”

Kamerun wird bisweilen auch „Afrique en miniature“ = „Afrika im Kleinformat“ genannt. Beinahe alle Klimazonen sind in Kamerun anzutreffen: Tropischer Regenwald im Süden, Gemäßigtes Klima mit Milchwirtschaft im Adamaoua Hochland, trockene Sahelzone im Norden und Wüste. Wer lang genug wartet und Glück hat, kann auf der Albertspitze, dem mit 4095 m höchsten Berg Westafrikas auch Schlitten fahren.

Unter den, je nach Definition, ca. 260 Sprachen, die in Kamerun gesprochen werden finden sich Vertreter fast aller Sprachgruppen, welche auch im restlichen Afrika gesprochen werden: Bantu, Semibantu, Graslandsprachen, afro-asiatische Sprachen, Nilosaharanisch, Niger-Kongo-Sprachen, Adamaoua-Ubangi, Bengue, etc. … . Lediglich die Khoisan- und austronesischen Sprachen sind nicht anwesend.

Von Dorf zu Dorf können Kultur, Tradition und Religion unterschiedlicher  gar nicht sein: anarchische Jäger und Sammler Kultur der Pygmäen, Hirarchisch organisierte Königreiche, … . Trotzdem kennen alle dort lebenden Menschen das vereinigende Gefühl: „Nous les Camerounais!“

Eines wofür Afrika berühmt ist und worauf auch die Europäische Kultur aufbaut, gibt es in Kamerun allerdings kaum oder ist nur embryonal entwickelt: Die Natursteinbearbeitung wie sie am Nil betrieben wurde. Trotz der Freimaurerloge (Grande Loge Unie du Cameroun) in Douala ist Steinmetzhandwerk wie wir es kennen in Kamerun nicht existent.

Wohl lebt in Kamerun auch das Volk der Bassa, welches im 6. Jahrhundert Ägypten verlassen hat um sich in verschiedenen Gegenden wie Liberia, Togo, Nigeria, Kamerun Moçambique niederzulassen – die Setzhämmer, Spitzeisen, Fäustel und Knüpfel scheinen Sie am Nil zurückgelassen zu haben.

Als die Deutschen 1884 über die Köpfe der Menschen hinweg ihre Grenzen zogen und somit erst die kamerunische Nation entstand, wurde in der Nähe von Mamfe ein Steinbruch betrieben. Zu der Zeit lebten in Kamerun ca. 1000 Deutsche, die mit dem verlorenen 1. Weltkrieg von den Franzosen und Briten fast vollständig vertrieben wurden.

Noch in den 1990er Jahren hörte ich von den letzen Alten die als Kinder auf deutsche Kolonialschulen gegangen waren den Spruch: “Ce que les allemands ont semé, les Français ont recolté et bouffé.“ Während das Deutsche Reich 30 Jahre brauchte um eine Handvoll Deutsche in Kamerun anzusiedeln, sind in den letzen 10 Jahren  ca. 1 Million Chinesen in Kamerun eingewandert die mit allem möglichen handeln: Natürlich auch Naturstein.

Kaum ein Kameruner kann sich ein Natursteinbad oder Marmorboden leisten. Die 1% der der inzwischen 20 Millionen Menschen die in Kamerun leben, die es sich leisten können – die lassen es allerdings krachen.

Vater und Kind beim Melken im Hochland von Adamaua

Vater und Kind beim Melken im Hochland von Adamaua

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